Terpene

Terpene

Cannabisblüten haben kräftige und vielfältige Aromen, das ist den Terpenen zu verdanken. Diese Moleküle tragen zum Geruch und Geschmack der Pflanzen bei und sind für die Farbgebung zuständig.

 

In der Hanfpflanze selbst wurden bereits über 200 Terpene nachgewiesen. Jede einzelne Pflanze verfügt über spezielle Terpen-Kombinationen – bei derselben Sorte von Cannabis ist diese aber ähnlich.

 

Terpene sind Öle, welche von den Drüsenhaaren der Hanfpflanze ausgeschieden werden und sind maßgeblich für den Geruch und den Geschmack verantwortlich. Der typische „Hanfgeruch“ stammt nämlich nicht von Cannabidiol oder gar THC, es sind die Mono- und Sesquiterpene welche sich in den ätherischen Ölen von Cannabis befinden und den besonderen Duft ausmachen.

 

Sie sind verantwortlich für eine ganze Reihe an heilsamen Wirkungen, wie z.B.:

 

  • entzündungshemmend
  • stimmungsaufhellend
  • appetitzügelnd
  • krampflösend
  • entspannend

 

Damit wirken sie ähnlich wie Cannabinoide. Das ist kein Wunder, greifen sie doch in ähnliche körperliche Vorgänge ein.

 

Folgenden Cannabis-Terpenen werden additive, synergistische oder antagonistische Wirkungen zugeordnet:

 

  • Mycren
  • Limonen
  • Alpha-Pinen
  • Linalool
  • Βeta-Caryophyllen

 

Neben den 5 gängigsten Terpenen sind folgende ebenso in der Cannabispflanze vertreten:

 

  • Terpineol ein Flieder- und Blumenblütenaroma
  • Delta-3-Karen in ätherische Öle wie Zypressenöl, Wacholderbeerenöl und Tannennadeln
  • Terpinolen – die Terpe aus Salbei und Rosmarin
  • Phellandren - Pfefferminzduft und leichter Hauch von Zitrusfrüchten
  • Humulen - Pfeffer- und Dillöl
  • Nerolidol aus dem Ingwer und aus Citronella
  • Alpha-Bisabolol kommt in der Kamille vor
  • Beta-Elemen aus der Zitwerwurzel (einer Art Ingwer)
  • Alpha-Eudesmol besitzt einen süßen, holzigen Geruch
  • Valencen aus der Valencia-Orange mit Zirtusaromen

 

Mycren

Das mit Abstand am häufigsten vorkommende Terpen in der Hanfpflanze ist Mycren. Mit bis zu 60%-Anteil in ätherischen Ölen existierend, besticht es durch sein erdiges und kräuterartiges Aroma, ähnlich jenem von Nelken. Viele andere Pflanzen enthalten Mycren wie zum Beispiel Hopfen, Zitronengras, Lorbeerblätter, Eisenkraut, Eukalyptus, wilder Thymian, Ingwer, Weihrauch oder Zitronengras.

 

Dem Entourage Effekt mit Mycren sind durch einige Forschungen auf diesem Gebiet schlaffördernde, schmerzstillende, entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften zuzuschreiben. Hierbei sind Mycren in erster Linie ein natürliches Insektizid, das von Pflanzen zur Abwehr eingesetzt wird.

 

Limonen

Das Monoterpen Limonen hat ein starkes zitrusartiges Aroma wie es bei Orangen, Limetten und Zitronen vorkommt. Das ätherische Öl der Orange besteht sogar aus 90% Limonen, jenes der Zitrone im Vergleich aus 65%. Ebenso lassen sich die Limonen auch in Kümmel, Dill, Koriander und Wacholder finden. Hauptsächlich in Lebensmittel und Parfüms eingesetzt entfaltet es auch seine Kraft im herkömmlichen Zitrusreiniger.

Limonen können im Zusammenspiel mit CBD zu einer Reihe von Entourage-Effekten führen. Besonders zur Herstellung der inneren Balance und um die Stimmung zu steigern.

 

Βeta-Caryophyllen

Dieses Terpen hat einen scharfen und pfeffrigen Geruch und ein würziges, holziges Aroma. So ist sein Vorkommen auch in folgenden Pflanzen zu finden:

  • Schwarzer Pfeffer
  • Nelken
  • Zimt
  • Kümmel
  • Basilikum

 

Aufgrund seiner starken Interaktion mit CB2-Rezeptoren kann es sogar als Cannabinoid mit großem therapeutischem Potential angesehen werden und kann bei Magenthematiken, entzündlichen Erkrankungen der Haut und des Bewegungsapparates hilfreich sein.

 

Pinen

Pinen zählt zu einem weit verbreiteten Terpen in der Pflanzenwelt. Es kommt in Nadelhölzern (Fichte, Tanne etc.) und zig anderen Pflanzen vor und erinnert an den Duft von Nadelbäumen. Das Terpen wird mit einer entzündungshemmenden, bronchienerweiternden Wirkung verbunden und kann die Gedächtnisleistung steigern.

 

Linalool

Das prominente ätherische Öl – auch im Lavendel zu finden – besitzt florale und lavendelfarbene Untertöne: süßlich und blumig. Linalool ist unter anderem auch im Koriander, Hopfen, Muskat, Ingwer, Zimt, Majoran, Thymian, Basilikum und Lavendel zu finden. Mücken und Motten mögen den Duft schon gar nicht – ein natürlicher Inhaltsstoff in Mückenstichmitteln aber auch Mottenkugeln. Der gesundheitliche Nutzen: Forschungen haben gezeigt, dass Linalool angstlösende und entspannende Effekte haben kann.